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Portfolio: Halder-GIMV Germany: zwei weitere Exits

15.6.2012

2011 hat der Fonds € 4,6 Mio. investiert und damit sein Kapital nahezu vollständig eingesetzt. Mit den zusätzlichen Investitionen wurden wichtige Wachstumsschritte einer Beteiligung unterstützt. Der Wert des Portfolios nahm einschließlich der Erlöse aus Beteiligungsverkäufen auf € 124 (106,4) Mio. zu. Die Fondsrendite (IRR) erreichte per Ende 2011 33,2 % (34,4 %) und der Fonds hat bereits das 1,4fache des investierten Kapitals an seine Investoren zurückgezahlt. Von den ursprünglich neun Beteiligungen des Fonds verblieben Ende 2011 noch drei im Portfolio.

Schwerpunkt der Aktivitäten waren die Exits beim Hotelkosmetikproduzenten ADA und bei VAG, einem Hersteller von Großarmaturen, die sich während des Engagements von Halder positiv entwickelt haben: ADA erhöhte den Umsatz seit 2006 um ein Drittel, VAG erreichte seit dem Einstieg von Halder 2008 ein Plus von rund 25 %. Beide Unternehmen erzielten überproportionales Ergebniswachstum (EBITDA). Obwohl diese Beteiligungen vor der Wirtschaftskrise erworben wurden, haben sie eine sehr gute zweistellige Rendite erzielt.

Bei ACTech, dem Spezialisten für Rapid Prototyping von Gussteilen, hatte die Wirtschaftskrise zum Einbruch des Geschäftsvolumens geführt, denn entwicklungsintensive Branchen schränkten ihre F&E-Aktivitäten stark ein. Da gleichzeitig die mechanische Bearbeitung von Gussrohteilen als letzte Prozessstufe des Unternehmens ausgebaut wurde, waren Ertrags- und Finanzierungslage vorübergehend stark angespannt. 2011 hat u. a. die Automobilindustrie wieder auf breiter Basis Entwicklungsprojekte aufgenommen, vor allem in den Bereichen Abgasaufladung von Verbrennungsmotoren und neue Antriebskonzepte. Dadurch erholte sich das Geschäft von ACTech: Die Gesamtleistung erreichte € 33 (23) Mio. und das Betriebsergebnis nahm zu, die Beschäftigung stieg von 313 auf 373 Mitarbeiter.

Alukon litt 2011 unter den Auswirkungen hoher Rohstoffpreise, vor allem bei Aluminium als wichtigstem Ausgangsmaterial. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz deutlich gegenüber dem Vorjahr und der Planung. Höhere Kosten und der damit verbundene Margendruck konnten durch Anhebung der Verkaufspreise aber nur teilweise aufgefangen werden. Dadurch blieb das Ergebnis bei einer Gesamtleistung von € 72,5 (68,7) Mio. unter dem Vorjahresniveau.

Als Marktführer bei Kosmetikverpackungen erlebte GEKA ein Geschäftsjahr, das positiv und schwierig zugleich verlief: Die Gesamtleistung stieg von € 102,2 Mio. auf € 114,3 Mio., vor allem durch den anhaltenden Erfolg in den USA. Dort besteht seit 2009 eine eigene Produktion, die 2011 erneut planmäßig erweitert wurde. Im Berichtsjahr wurden die Grundlagen für weiteres Wachstum gelegt: GEKA hat die eigene Abfüllung in Betrieb genommen und zum ersten Mal neben Kosmetikverpackungen auch abgefüllte Produkte ausgeliefert, mit einem neuen Großkunden wurde der Erstauftrag abgeschlossen und nach langer Vorbereitung ging ein neues ERP-System Anfang 2012 in Betrieb. Die notwendigen Investitionen und der wachstumsbedingte höhere Bedarf an Umlaufvermögen wurden zum Jahresende durch weitere Gesellschaftermittel und Bankfinanzierungen abgedeckt.

Anfang 2012 wurden bei ACTech und GEKA Verträge über den Verkauf der Beteiligungen unterschrieben.