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Alukon produziert auch in Naila

29.1.2010

Bauelemente | Der Konradsreuther Rollladen-Hersteller schafft am Stammort Platz und verlagert die Herstellung von Aluminiumtoren in den Frankenwald.

Naila – Das Spektrum der Nailaer Betriebe ist seit wenigen Tagen um einen Zweig reicher. Am 10. Januar hat das Konradsreuther Unternehmen Alukon auf dem Gelände der Druckerei Dr. Mohr, Martinsberg 3, die Produktion von Rolltoren aus Aluminium aufgenommen. Wochenlang war der bekannte Rollladen-Hersteller auf der Suche nach einer geeigneten Halle, um einen Betriebszweig auszulagern. In Naila wurde Geschäftsführer Volkmar Döring schließlich fündig und konnte eine Halle anmieten.

Inzwischen hat Alukon die Fertigung von Garagentoren, Rolltoren und Deckenlauftoren von Konradsreuth in eine 1100 Quadratmeter große Lagerhalle der Druckerei Mohr verlagert. Umgezogen sind mit der Abteilung zehn der insgesamt 300 Mitarbeiter des Konradsreuther Stammwerks. Dort wiederum hat Döring jetzt mehr Platz für die Herstellung von Aluminium-Rollläden, den Hauptproduktionszweig von Alukon.

Ideale Bedingungen

Die Halle der Firma Mohr bietet nach Worten von Volkmar Döring ideale Bedingungen für die Firma Alukon. Dies betreffe die benötigten Flächen für die großen Stecktische ebenso wie die Lichtverhältnisse, die Versorgungsleitungen und die Ladezonen. So habe der Umzug innerhalb kürzester Zeit über die Bühne gehen können. Die Produktion von Aluminiumtoren habe nur für eine Woche unterbrochen werden müssen. Sicher wäre eine Halle in Konradsreuth praktisch gewesen, aber die Halle der Druckerei Mohr in Naila, die hervorragend in Schuss sei, habe am ehesten den Vorstellungen von Alukon entsprochen.

Standorttreue

Wie Döring in diesem Zusammenhang betont, hat das 1974 in Konradsreuth gegründete Unternehmen zu keiner Zeit daran gedacht, Produktionszweige ins Ausland zu verlagern. „Wir stehen zum Standort Oberfranken, wo wir Mitarbeiter haben, die sich mit dem Unternehmen identifizieren und die einen sicheren Arbeitsplatz zu schätzen wissen.“ Ein Unternehmen lebe vom Engagement der Mitarbeiter, müsse sich im Gegenzug aber auch um seine Leute kümmern.

Auch in die Mitarbeiter in Naila um Schichtführer Miroslav Krasnar hat Döring vollstes Vertrauen. Momentan werde nur eine Schicht gefahren, bei entsprechender Nachfrage auf dem Markt könne das Schichtsystem ausgedehnt werden. Alukon habe jedenfalls in Naila die Voraussetzungen geschaffen, das Geschäft zu forcieren.

Der Kontakt der Firma Alukon mit der Druckerei Mohr kam über deren Betriebsleiter Helmut Menger aus Bernstein zustande. Die Halle, die das Konradsreuther Unternehmen nunmehr angemietet hat, war laut Firmenchef Thomas Mohr und Betriebsleiter Menger in den Achtzigerjahren gebaut worden. Die zunächst installierten Druckmaschinen wurden sukzessive bis zum Jahr in den 1992 entstandenen Neubau in der Dr.-Köhl-Straße verlagert. Seit dem Jahr 1996 wurde die Halle dann lediglich als Lager genutzt, und zwar nur in Teilen. Nunmehr hat die Druckerei die benötigten Lagerflächen in den Altbau des Anwesens Martinsberg 3 (früher Schuhfabrik Franken) verlagert. Der Betrieb der Druckerei Mohr in der Dr.-Köhl-Straße bleibt von der Vermietung an Alukon unberührt.

Quelle: Frankenpost